Lahr Sprachkurse VHS

Berufsbezogene Sprachkurse gemäß Paragraf 45a Aufenthaltsgesetz

Die Berufssprachkurse sind für in Deutschland lebende Ausländerinnen und Ausländer, Unionsbürgerinnen und Unionsbürger sowie deutsche Staatsangehörige mit Migrationshintergrund, die ihre Chancen auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt verbessern wollen.

Die Kurse können in ganz Deutschland besucht werden und bestehen aus:

  • Basismodulen (je 300 Unterrichtseinheiten)
  • Spezialmodulen (300 bis 600 Unterrichtseinheiten)

Ein Vollzeitkurs, der aus einem Modul besteht, dauert in der Regel drei Monate.

 

Das Basismodul B2 vermittelt Deutschkenntnisse, die Sie generell in der Berufswelt benötigen. Sie lernen das Vokabular, die Redewendungen und die Grammatik, die Sie brauchen, um sich mit Kolleginnen und Kollegen, Kundinnen und Kunden sowie Vorgesetzten zu verständigen. Darüber hinaus hilft Ihnen das Basismodul berufliche E-Mails und Briefe zu verfassen oder schriftliche Texte wie Bedienungsanleitungen zu verstehen. Das Basismodul erweitert zudem Ihr Wissen zum Beispiel über Vorstellungsgespräche oder Arbeitsverträge und bereitet Sie so auf den Berufseinstieg vor. Das Modul schließt mit einer Zertifikatsprüfung telc Deutsch B2 Beruf ab.

 

Das Spezialmodul B1 richtet sich an Teilnehmende, die

  • beim Deutschtest für Zuwanderer (DTZ) trotz einer ordnungsgemäßen Teilnahme an einem Integrationskurs nach Paragraf 43 des Aufenthaltsgesetzes inklusive 300 Unterrichtseinheiten  Wiederholung das Sprachniveau B1 nicht erreicht haben.
  • zwar durch ein vorhandenes Zertifikat nach dem GER das Sprachniveau B1 nachweisen können, dieses Zertifikat jedoch älter als sechs Monate ist und der Einstufungstest ein Sprachniveau unterhalb von B1 nachweist.

Das Spezialmodul schließt mit der Zertifikatsprüfung telc Deutsch B1+ Beruf ab.

 

Die Volkshochschule Lahr bietet das Basismodule B2 sowie das Spezialmodul B1 an.
 

Wer kann teilnehmen?

  • Sie müssen arbeitsuchend gemeldet sein und/oder beziehen in der Regel Leistungen nach SGB II (Hartz IV) oder SGB III (Arbeitslosengeld); Sie suchen eine Ausbildungsstelle, befinden sich bereits in der Ausbildung oder Sie durchlaufen gerade das Anerkennungsverfahren für Ihren Berufs- bzw. Ausbildungsabschluss.
  • Sie haben einen Migrationshintergrund und einen Bedarf an sprachlicher Weiterqualifizierung. Dass heißt Sie gehören zu einer der folgenden Gruppen:
  1. Zugewanderte, einschließlich der Geflüchteten, die sich im Anerkennungsverfahren befinden und eine gute Bleibeperspektive haben (letzteres gilt zur Zeit für die fünf Herkunftsländer Syrien, Iran, Irak, Eritrea und Somalia). Ausgeschlossen sind Flüchtlinge aus sicheren Herkunftsländern.
  2. Bürgerinnen und Bürger der EU,
  3. Deutsche mit Migrationshintergrund.
  • Sie haben bereits einen Integrationskurs absolviert und/oder sprechen bereits Deutsch auf A2, B1, oder B2 Niveau nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GER).

 

Wer an den Modulen der nationalen berufsbezogenen Deutschsprachförderung teilnimmt, entscheiden die Arbeitsagenturen und Jobcenter. Wenden Sie sich hier an Ihre Beraterin oder Ihren Berater.

Wenn Sie sich in einem Beschäftigungsverhältnis befinden, können Sie an der nationalen berufsbezogenen Sprachförderung teilnehmen, sofern Sie noch keine ausreichenden Sprachkenntnisse besitzen, um den (zukünftigen) Arbeitsalltag zu meistern. Es besteht für Sie ein Kostenbeitrag von 50 Prozent pro Unterrichtseinheit. Die Zahlung des Kostenbeitrags kann auch durch den Arbeitgeber erfolgen.

Hinweis: Grundvoraussetzung für die Teilnahme an den Basismodulen ist, dass Sie zumindest das Sprachniveau B1 nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GER) für Sprachen beherrschen.

(Quelle: BAMF – Bundesamt für Migration und Flüchtlinge)

 

Zu den Kursen.

Ausführliche Informationen erhalten Sie kostenfrei und unverbindlich in unserer Deutschberatung oder telefonisch bei Carolin Jais, Tel.: 07821 / 918-117, E-Mail: carolin.jais@lahr.de.

Weitere Informationen vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.